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Auffang- und Auswilderungsstation

Neben dem Wildkatzeninformationszentrum lag ein Schwerpunkt des Projektes in der Errichtung einer Auffang- und Auswilderungsstation für verletzte und verwaiste Wildkatzen. Eine derartige Einrichtung gab es in Rheinland-Pfalz nicht. Vielmehr wurden gefundene verletzte oder verwaiste Wildkatzen in der Vergangenheit von Einzelpersonen, Tierschutzorganisation oder Tierheimen betreut, häufig lag jedoch das hierfür erforderliche Fachwissen nicht vor. Für eine solche Station bestand ein großer Bedarf, was auch der Verlauf der ersten Jahre des Betriebes bewiesen hat.
Die Station besteht aus einer Auffangstation sowie einem stationären und zwei mobilen Auswilderungsgehegen.
Verletzte und verwaiste Wildkatzen werden zunächst zur Quarantäne bei Frau Dr. med. vet. Francesca Saxler in Idar-Oberstein untergebracht. Nach der tierärztlichen Untersuchung, Entwurmung und Impfung kommen verletzte und verwaiste Wildkatzen zunächst in die Auffangstation. Dort werden sie intensiv betreut. Nach der Phase der Intensivbetreuung werden genesene verletzte erwachsene Katzen am Fundort wieder ausgewildert. Jungtiere kommen schnellstmöglich in die Auswilderungsgehege um sich dort auf ein Leben in der Freiheit vorzubereiten. Erst nachdem per Genuntersuchung feststeht, dass es sich um echte Wildkatzen handelt und gewährleistet ist, dass sie selbständig Beute ergreifen können, erfolgt die Auswilderung.

Kurz nach der feierlichen Eröffnung des Wildkatzenzentrums Wildenburg am 12.08.2010 zeigte sich der enorme Bedarf nach einer Auffangstation. Innerhalb kurzer Zeit wurden 27 Fälle, davon 25 Fälle von verwaisten oder vermeintlich verwaisten Jungkatzen, gemeldet. In kurzer Zeit war die Kapazität der Auffangstation erschöpft, - zumal die Auffangstation unseres Projektpartners GNOR in Fischbach-Dahn wegen fehlender behördlicher Genehmigungen und fehlender finanzieller Mittel nicht in Betrieb gehen konnte. Somit musste der Hunsrückverein die Aufgabe alleine schultern.


Foto oben: Gisbert Geisler "Margit, Doris und Conrad die ersten Findelkinder"
Foto rechts: Klaus Görg "Nach der Fütterung kann man getrost ruhen"

















    Fotos: Klaus Görg "Stationäres Auswilderungsgehege" und "Mobiles Auswilderungsgehege"


Gut versteckt im Wildenburger Wald in einem für das Publikum nicht zugänglichen Gehegeteil liegt das stationäre Auswilderungsgehege. Hier werden die Wildkatzen auf das Leben in Freiheit vorbereitet. Zusätzlich stehen zwei mobile Auswilderungsgehege zur Verfügung. In diesen Gehegen gewöhnen sich die Tiere an ein Leben in Freiheit und lernen Beute zu schlagen.


Foto: mit freundlicher Genehmigung von Fenna Hedding "Sarah"
Unser jüngstes Findelkind "Sarah".

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